Wostok Limonade „Ferne Früchte“

Maurice 8. April 2013 0
Wostok Limonade „Ferne Früchte“
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  • Geruch
  • Design
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Heute wollen wir uns einem Getränk widmen, das möglicherweise noch einige Ur-Fans hat: Wostok war in den 70ern eins DER Kultgetränke in der Sowjetunion, damals noch bekannt unter dem Namen „Baikal“. Leider erlebte die Limonade in der Zeit danach die Amerikanisierung des Getränkemarktes und wurde folglich von CocaCola und Co. verdrängt.
2008 dann ließ man den Kult wieder aufleben: Auf den ersten Blick ähnelt Wostok einer deutschen Bionade, Inhalt der 15% Fruchtsaft sind (in den Vordergrund gestellt) Dattel- und Granatapfelsaft, aber auch Apfel- und Apfelbeerensaft, sowie Extrakte von Fenchel, Anis und Weißtee. Neben dem Zucker darf man hier auch auf die Entfaltung des Süßstoffes Stevia gespannt sein.
Vorweg müssen wir sagen, dass wir nicht beurteilen können, ob die Wostok-Rezeptur der von Baikal nahe kommt oder nicht, da wir keine Flasche aus den 70ern bekommen können.

Geschmack

In der Tat wirkt das Getränk relativ exotisch und bietet einige Besonderheiten: Die Kohlensäure ist von Anfang an angenehm prickelnd und entfaltet sich noch einmal vor dem eigentlichen Geschmack. Die Zunge teilt schon mit, das Getränk sehr süß wird, leider wird die Mundhöhle aber auch etwas trocken und pelzig. Mit dem Abgang tritt dann auch der Geschmack mit einiger Wucht auf; man schmeckt heraus, dass es sich definitiv um eine rote Frucht handelt, auf der Hand liegt da der Granatapfel. Sehr spät zeigt sich dann auch noch einmal die Dattel, versteckt hinter einer Prise Anis, bevor die Citronensäure den Rest beisteuert.

Geruch

Der Geruch ist sehr dick und intensiv, man fühlt sich ein wenig an bestimmtes Weingummi erinnert. Im Gegensatz zum Geschmack kommt die Dattel hier stärker zum Vorschein, kann sich aber nicht richtig gegen den Granatapfel durchsetzen.

Erwartungen

Die Mischung hat man sich vielleicht schlimmer vorgestellt, aber letztendlich hat man doch ein ganz passables Getränk bekommen, das sogar Leute genießen können, die zum Beispiel Datteln eher abgeneigt sind.

Effekt

Zucker und Co sorgen für den passenden Blutzuckerspiegel, die Kohlensäure mit dem doppelten Auftritt an warmen Tagen sicherlich für Erfrischung.

Design

Das Etikett der Flasche ist einfach gehalten, die Farben Hellblau (Hintergrund) und Rot und Weiß (Frau im Vordergrund) wurden ein wenig durch den Sepia-/1960er-Style-Effekt verändert. Die Frau hält einen aufgeschnittenen Granatapfel und – aller Anschein nach – einen Anis-Strauch in der Hand, im Hintergrund erkennt man anhand der Hervorhebung durch Verblassung Gebäude mit Zwiebelkopfdach.

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Fazit

Die Flasche wirkt auf der einen Seite kultig und „alteingesessen“, auf der anderen Seite ist der Inhalt aber sehr exotisch. Leider ist soetwas – gerade, wenn man an Bionade denkt – nichts Besonderes mehr, man befindet sich ja ständig auf der Suche nach den gewagtesten Mischungen. Was man Wostok wirklich zugute halten kann und was auch am Ende das Produkt ein wenig von der Masse hervorhebt, ist der Hintergrund der Rezeptur: Der Versuch, den Kult wieder aufleben zu lassen.

Inhalt: 0,33l

Preis: Ab 0,99 Euro (auch online bestellbar)

Homepage: www.wostok-limonade.de; www.revolutiondrinks.com

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Geschmack
Geruch
Design
Preis-Leistung
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Wostok Limonade „Ferne Früchte“, 9.6 out of 10 based on 2 ratings

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Wostok Limonade „Ferne Früchte“

von Maurice Lesezeit 3 min
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