Red Bull (klassisch)

Maurice 12. Januar 2013 0
Red Bull (klassisch)
  • Geschmack
  • Geruch
  • Effekt
  • Design

In vielen unserer Tests müssen wir voraussetzen, dass unsere Leser wissen, was Red Bull ist und wie es schmeckt. Allerdings können wir keine Energy Drink Website aufbauen, ohne einmal einen Artikel über das Getränk geschrieben zu haben.

Geschichte

Entgegen vieler Meinungen ist Red Bull nicht der erste Energy Drink der Welt gewesen. Zwar trifft dies vielleicht auf Europa zu, allerdings kam die Idee ursprünglich aus Asien (Thailand), wo ein Getränk namens Krating Daeng (Thai: roter Gaur; eine Art Rind) dem jungen Dietrich Mateschitz geholfen haben soll, seinen Jetlag zu überwinden.
Hauptbestandteile waren Taurin und Koffein; diese Grundrezeptur nahm er dann auch mit nach Hause (Österreich) und fing an, an dem Getränk herumzubasteln. Red Bull war geboren.

Getränke

1987 kam der „Ur-Red Bull“ auf den Markt, seitdem hat sich das Portfolio der Firma im Gegensatz zu anderen Unternehmen nicht stark verändert. Um 2007 erschienen die Geschmacksrichtungen Cola, Kaffee und Frucht (die dann aber schnell wieder verschwanden), 2008 dann eine Red Bull-eigene Cola („Red Bull Cola ≠ Red Bull Energy Cola), 2009 der Energy Shot und seit Ende 2011 sind auch die sogenannten Special Editions mit Cranberry, Heidelbeere und Limette erhältlich.

Geschmack

Dieser ganz eigene Geschmack ist nicht in einem Satz oder mit einem Vergleich zu definieren, deswegen auch häufig die Rede vom „Red Bull-Geschmack“. Viele sagen, das Getränk würde einen Gummibärchen-Geschmack besitzen, was auch teilweise annehmbar ist, wenn man mal an einem Gummibärchenbaum geschnuppert hat. Ansonsten lässt sich nur sagen, dass Red Bull einen nicht geringen Anteil an Kohlensäure besitzt, die den Mundraum dominiert und erst spät dem eigentlichen Geschmack Platz macht. Aufgrund der Sauerkeit, die oft bemängelt wird, kann es bei übermassigem Verzehr zu Sodbrennen kommen.
Red Bull ist eins der Getränke, das es wert war, vielfach imitiert zu werden. Allein auf dem deutschen Markt gibt es hunderte billigere, aber auch teurere Nachmachen.

Geruch

Auch hier müssten wir jetzt auf die Begriffe „Gummibärchen“ und „Red Bull-Geruch“ zurückgreifen. Der Geruch ist auf seine ganz eigene Weise süßlich-drückend, die Kohlensäure prickelt aber als Ausgleich schon stark in der Nase.

Effekt

Der Slogan „Red Bull verleiht Flügel“ ist wohl mittlerweile in unser aller Ohren hängen geblieben. Ob man daran glaubt, ist eine andere Sache.
Allgemein gehe ich davon aus, dass auch aufgrund solcher Slogans die Wirkung der Energy Drinks zum Teil ein Placebo-Effekt ist, der uns vorgaukelt, mehr Energie und Leistung zu gewinnen. Auf der anderen Seite sind dort die leistungssteigernden Inhaltsstoffe Koffein, Taurin und Glucuronolacton sowie Zucker, die alle ihren Teil zur Leistungssteigerung beitragen.
Diese Leistungssteigerung ist allgemein bekannt und anerkannt und findet auf körperlicher und mentaler Ebene statt. Je nach Einnahmemenge kann es aber auch zu unerwünschten Nebeneffekten kommen, zum Beispiel Herzrasen, auf Dauer gesehen auch Koffeinabhängigkeit, Toxikation oder gar Diabetes. Kinder, Schwangere, Stillende und Koffeinunverträgliche sollten auf den Verzehr verzichten. Desweiteren sind noch nicht alle Wechselwirkungen der Inhaltsstoffe bekannt; Sportler sollten (entgegen dem Marketing der Firmen) vor dem Sport auf Energy Drinks verzichten.
Ein normaler Red Bull (250ml) kann also durchaus für mehr Konzentration und körperliche Fitness/Bereitschaft sorgen, es kommt aber immer auf den momentanen Zustand des Körpers an..

Design

Das Markenzeichen der Firma sind die beiden roten Stiere, die vor einem gelben Kreis aufeinander „zurennen“. Damit wird einerseits an den Inhaltsstoff Taurin (griech.; tauros = Stier) angelehnt, andererseits aber auch ein Bild vom „Exotischen“ erschaffen, was eine Anspielung auf die Herkunft sein könnte. Desweiteren ist die Front der Dose leicht schräg in vier blaue und silberne Rechtecke geteilt ist.

Werbung

Der momentane Trend geht definitiv in die Richtung, dass sich Red Bull als Marke wie CocaCola etablieren möchte. Dazu zählt nicht nur mehr der Verkauf von Energy Drinks und Verkaufsplatz 1 in dieser Branche, sondern auch das Sponsoring vieler Sportler/Clubs etc. Finden kann man Red Bull im Fussball, in der Formel 1, im Extremsport (Fallschirmsprünge, Basejump usw.), aber auch in der Raumfahrt: Jüngst ging der Sprung von Felix Baumgartner aus 39km Höhe in die Geschichtsbücher ein – natürlich sponsored by Red Bull und übertragen auf dem hauseigenen Sender ServusTV. Nun wird sogar in ein eigenes Handynetz investiert..
Berühmtestes Beispiel für Sponsoring sind und bleiben meiner Meinung nach aber immer noch die Dosen, die zum Beispiel nach dem „Weltraumsprung“ einen Felix Baumgartner zeigen; kurz zuvor bekam ich auch Bilder aus Frankreich, die Therry Henry auf der französischen Ausgabe von Red Bull zeigten.
Weitere Beipiele: Travis Pastrana, Sebastian Vettel.

Fazit

Wohl oder übel müssen wir uns damit abfinden, dass Red Bull „unkaputtbar“ scheint und sich in den kommenden Jahren noch weiter ausbreiten wird. Grundsätzlich sollten wir die Red Bull- Klone schimpfen und nicht den Ur-Hersteller; allerdings stösst mir persönlich diese Art von Kommerz sehr auf, weswegen ich der Marke eigentlich aus dem Weg gehe.
Für „einfache“ Kunden wird das Getränk aus Österreich trotz des Preises und der Alternativen immer Nummer 1 in Puncto Energy Drink- Kauf bleiben. Nur müssen wir uns darauf einstellen, Red Bull in einigen Jahren nicht nur mehr als Dosen im Laden zu sehen..

Preis: Eine Dose (250ml) kostet durchschnittlich 1,39 – 1,59 Euro. Für 355ml durfte ich letztens 1,89 Euro bezahlen, für 473ml darf man gut und gerne mal im Einkaufsladen einen Tankstellen-Preis von 2,80-2,99 Euro bezahlen.

Homepage: www.redbull.de

Zutaten: Wasser, Saccharose, Glucose, Säureregulator Natriumcitrate, Kohlensäure, Taurin (0,4 %), Glucuronolacton (0,24 %), Koffein (0,03 %), Inosit, Vitamine (Niacin, Pantothensäure, B6, B12), Aroma, Farbstoffe (einfache Zuckerkulör, Riboflavin).

Fun-Fact

Darf man Wikipedia Glauben schenken, so lässt Dietrich Mateschitz („Erfinder“ von Red Bull) über sich verbreiten, er trinke mehr als 5 Energy Drinks am Tag.
Ausgehend vom Datum der „Erfindung“ 1987 wären das ca. > 45 625/ ca 1825 pro Jahr.

Kuriositäten

Red Bull Energy Drink ist in so vielen Ländern vertreten wie wahrscheinlich kein anderer E-Drink. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass Sammler, die sich auf Red Bull Dosen spezialisiert haben, sich eine schöne Aufgabe eingebrockt haben.
Miklós Varga aus Ungarn hat es sich ebenfalls vorgenommen und in der Tat mittlerweile schon eine beachtliche Anzahl zusammenbekommen: Aktueller Stand sind 135 unterschiedliche Dosen aus 64 Ländern. Das ganze sieht dann ungefähr so aus:

Miklós Varga Red Bull Sammlung

VN:F [1.9.22_1171]

Geschmack
Geruch
Design
Preis-Leistung
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