Cannabis-Produkte als Hilfe zur Problemlösung?

Maurice 23. März 2013 0
Cannabis-Produkte als Hilfe zur Problemlösung?

Das Thema „Cannabis“ hat heutzutage eine Brisanz wie wahrscheinlich seit Woodstock ’69 nicht mehr. „Gras“, „Pot“, „Dope“ oder einfach nur Marihuana, der Trend zeigt deutlich, dass in Zukunft eine Lösung gefunden werden muss, denn lange kann man dem Problem nicht mehr aus dem Weg gehen.
Die beiden US-Bundesstaaten Colorado und Washington vermeldeten Ende letzten Jahres, dass der Vorschlag mit der Nummer 64 – „Legalize Marijuana“ – mit 54% aller Stimmen angenommen wurde – ein Durchbruch?

Bundesgesetz steht dagegen

Die Frage ist mit einem Ja und einem Nein zu beantworten. Natürlich sind es die ersten Staaten, die künftig durch die Marihuana-Branche Steuern einnehmen wollen, und auch die Kriminalitätsrate soll dadurch sinken, aber auf der anderen Seite sieht das Bundesgesetz Cannabis immer noch als illegale Droge.
Zu früh gefreut also, die Politiker müssen erst einen Weg finden, den komplizierten Prozess zu lösen. Sollte man dort zu einer Einigung kommen, stünde jedem Bürger über 21 der Besitz von circa 28 Gramm, sowie das Recht auf Eigenanbau zu.
Wie sich das Ganze auf Autofahrten auswirken soll, steht ebenfalls noch offen..

Schwierig in Deutschland

In Deutschland wurden diese Nachrichten von vielen Konsumenten positiv aufgenommen, die Presse berichtete vergleichsweise darüber.
Die Gesetze sind schwierig, so ist doch zum Beispiel der Besitz, der Anbau, die Einfuhr oder der Erwerb illegal – der Konsum dahingegen nicht verboten, da „Selbstzerstörung“ nicht bestraft wird. Konsumiert man aber seinen Joint, hat man gleichzeitig damit einen Besitz, was das Ganze wieder ordnungswidrig macht.
Der Deutsche Hanf Verband setzt sich für eine Legalisierung ein, ebenso einige deutsche Parteien und Politiker, die auch im öffentlichen Fernsehen nicht zurückschrecken, einen Zug zu nehmen.

Pro und Contra

Die Liste der Pro und Contra-Argumente ist lang. Um sie auf das Wichtigste zu beschränken:
Cannabis als Einstiegsdroge soll zwar eine Gefahr für z.B. Strassenverkehr oder den eigenen Verstand darstellen, auf der anderen Seite wirkt es nachweislich als Heilmittel (Krebs, Tourette). Der Reiz des Verbotenen verschwindet ebenso wie die hohe Kriminalitätsrate, Drogentouristen möchte aber nun wirklich keiner haben, und auch die Sache mit der Suchtgefahr ist noch nicht ganz aus dem Raum. Worauf sich aber viele Konsumenten stützen, ist die Tatsache, dass ein Cannabis-Rausch mitunter positiver sein kann als ein Alkohol-Rausch, wobei Alkohol ja ;egal zu erwerben ist (erklärt sich von alleine).

Cannabis-Produkte als Hilfe?

Unser eigentliches Hauptaugenmerk wollen wir heute allerdings auf zwei bestimmte Produkte legen. Das eine wäre ein „Cannabis-Parfum“, das andere der bereits getestete Cannabis Energy Drink. Was haben die beiden mit Marihuana zu tun? Inwieweit helfen sie beim Problem der Legalisierung?

Cannabis for men

Die Szene aus dem Film „How High“ ist vielen wahrscheinlich bekannt: Reggie Noble aka Redman, im Film als Jamal, wird aufgrund seines in der Tasche mitgeführten, geruchsverströmenden Marihuanas gefragt, was das denn für ein Gestank sei, woraufhin er antworte, das sein sein Parfum „Cannabis for men“.
Einige Köpfe haben das in die Realität umgesetzt. Wir haben uns eine Flasche Cannabis-Parfum zukommen lassen, um uns selbst einen Eindruck davon zu machen. Auf einer der Vertriebsseiten wird schon gesagt, dass es das Provokante ist, was für das besondere Etwas sorgt, ein Muss für jeden Fan von Hanfplanzen.
In der Tat ist der Geruch sehr süß und betörend, sehr durchdringend. Leider konnten wir noch nicht herausfinden, ob wir dadurch noch mehr Sexappeal erlangten, da uns aber das Gefühl beschleicht, dass zu einem kleinen Teil Moschus enthalten ist (welches natürlich aphrodisierend wirkt), sind wir da positiv gestimmt.
Doch nun die Überraschung: Von Cannabis ist hier keine Spur. Naiv, wie man manchmal ist, hat man doch insgeheim gehofft, dass man ein wenig nach Gras riecht. Auch die Inhaltsliste gibt uns keinen Hinweis auf mögliche Spuren.

Cannabis Energy Drink

Cannabis Energy Drink ist nicht das einzige Getränk, das mit der Hanfpflanze wirbt. Der Cswiss Eistee aus der Schweiz hat es mittlerweile schon in die deutschen Regale und ins deutsche Fernsehen gebracht, das Erfolgsgeheimnis: Cannabis-Aromen statt THC.
Auch der Cannabis Energy Drink aus Amsterdam enthält Hanf, wenngleich nur THC-freie Extrakte aus der leicht-aufputschenden Sativa. Im Allgemeinen hatten wir aber schon herausgearbeitet, dass dieses Getränk ein gutes Red Bull-Abbild ist; die Firma selbst provoziert auf ihren Facebook-Seiten stark, obwohl eine Cannabis-Wirkung hier nicht vorhanden ist. Nach den Ländern Holland, England, den USA, Japan, Portugal, Polen und weiteren hat die Dose mittlerweile auch Deutschland erreicht, wo sich der Verkauf etwas schwierig gestaltet. Viele potenzielle Abnehmer hätten wohl in ihrer Vergangenheit Probleme mit Produkten mit der Aufschrift Cannabis gehabt und auch die Generation über 25 steht solchen Sachen eher ablehnend gegenüber.

Cannabis Energy Drink

Fazit

Deutschland ist gespalten, was das Thema Cannabis angeht. Die Jugend und auch ein anscheinend nicht mehr ganz so kleiner Teil der Erwachsenen-Gesellschaft stehen dem sehr positiv gegenüber, durchsetzen konnte es sich noch nicht. Wir erwarten in den nächsten Jahren irgendeine Art von zwangsläufiger, trendabhängiger Änderung, zu denen Cannabis-Produkte nur bedingt beitragen:

Cannabis for men zeigt explizit, dass man durch Anschneidung provokanter Bereiche gute Verkäufe erzielen kann. Wert wird hier aber nicht auf Marihuana gelegt, sondern auf den Duft, der überzeugen soll. Das Parfum ist eher für Leute geeignet, die „süß und stark“ sind, denn so ist auch das Produkt.

Cannabis Energy Drink provoziert noch stärker und wird anscheinend dafür belohnt, unlängst wurde auch der Senat von Colorado (US) mit den Dosen in der Hand abgelichtet. Inwieweit aber die Köpfe im Hauptquartier aktiv zu einer Legalisierung beitragen wollen, wissen wir selber nicht.
Zwar ist es ein Schritt hin zur Auflockerung der Gesellschaft, indem sie sich mit Cannabis befassen müssen, wenn es ihnen aus den Regalen heraus aufgedrückt wird, andererseits – und das bemängeln wir stark – findet durch diese Art von Kommerzialisierung (nicht zwingend beim Parfum, das gibt es ja nur im Onlineshop) eine gewisse Verherrlichung und Ausbeutung statt, die keinem weiterhilft.

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von Maurice Lesezeit 5 min
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