Flügel gestutzt: Red Bull zahlt 13 Million in Gerichtsfall

Maurice 9. Oktober 2014 1
Flügel gestutzt: Red Bull zahlt 13 Million in Gerichtsfall

Es kam, wie es kommen musste: In den USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, kam es nun zu einem spektakulären Gerichtsfall, aus dem der Energy Drink-Riese Red Bull mit einem Minus von 13 Millionen Dollar (10,2 Mio Euro) rausgeht.

Was war passiert? Mehrere Kläger klagten gegen den Werbeslogan „Red Bull verleiht Flügel“ und dessen Suggerierung der Leistungssteigerung und bekamen nun Recht: Der Energy Drink verleiht tatsächlich keine Flügel. Bei Red Bull sei man laut Medienberichten zwar immer noch davon überzeugt, aber der missführende Slogan verschwand vom amerikanischen Markt und es wurde einem Vergleich zugestimmt. Wer zwischen 2002 und dem 03. Oktober 2014 ein Produkt der Red Bull-Familie trank und danach immer noch nicht fliegen konnte, hat nun die Möglichkeit auf eine Entschädigung, entweder 10 Dollar in bar oder 15 Dollar in Red Bull Produkten.

Klage Red Bull

Maximal stellt der Brausehersteller aber nur 13 Millionen Dollar zur Verfügung, d.h. wenn das Gericht im Mai 2015 über die Auszahlung entscheidet und bis dato 13 Millionen Menschen einen Anspruch gestellt haben, so bekommt jeder von ihnen $1. Auch die Gerichtskosten in Höhe von 4,75 Millionen übernimmt die Firma aus Österreich.

Der Hintergrund: Die Kläger warfen Red Bull Täuschung und Irreführung vor, damit zum Verkauf der nicht gerade billigen Dose verleitet wird. Dabei sei laut dem Justizblog Law360 etwa die gleiche Wirkung wie bei einem normalen Kaffee mit durchschnittlichem Koffeingehalt zu erwarten und auch billigere Energy Drink zeigten den gleichen Effekt. Um eine Massenklage zu verhindern, sei man seitens der Firma nun auf diesen Vergleich eingegangen.

UA-22935193-15

Flügel gestutzt: Red Bull zahlt 13 Million in Gerichtsfall

von Maurice Lesezeit 1 min
1