Was wurde eigentlich aus… Vemma Verve?

Maurice 11. November 2015 1
Was wurde eigentlich aus… Vemma Verve?

Vemma Verve! war 2014 in aller Munde. Sprichwörtlich, denn wie der sehr bunte Geschmack steht auch das Produkt an sich hinter dem Konzept der Firma an. Doch nun wurde das System (vorerst) stillgelegt.

Am 26. August diesen Jahres entschied die amerikanische Bundeshandelsbehörde, dem Energy Drink und Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller Vemma Einhalt zu gebieten. Nachdem zwischenzeitlich die Konten eingefroren waren und die Kontrolle abgegeben werden musste, durften die Betreiber nun seit dem 18. September den US-Vertrieb mit großen Einschränkungen weiterführen: Privat-und Firmenbesitz darf nicht veräußert werden, Affiliate-Boni gehören der Vergangenheit an und Hauptaugenmerk des Herstellers muss nun auf dem echten Verkauf von Produkten liegen. Vemma Australien und Europa wurden komplett aus dem Verkehr gezogen, in Italien wurden die Verantwortlichen mit einer 100 000 Euro Geldstrafe belegt. Der Vorwurf: Illegales Pyramidensystem. Dazu kommen falsche Versprechen, irreführende Werbung, Angabe von fälschlicher Tatsachen.

Website Text Vemma

Unzählige Vertreter, sogenannte Affiliate, hat sich das Multi-Level-Network-Unternehmen bis dato schon „erarbeitet“. Hauptsächlich Jugendliche, die in ihrem Bekanntenkreis nach neuen Mitgliedern warben und Energy Drinks verkaufen wollten, nachdem sie sie für teuer Geld von der Firma erwerben mussten. Die Frage nach dem tatsächlichen Profit bleibt offen.
Während Vemma in zwei Jahren knappe 200 Millionen Dollar verdiente, hielten die Vertriebler weiterhin daran fest, dass das System vollkommen in Ordnung, kundenorietiert und ethisch korrekt sei. Verluste seien bekannt und wurden hingenommen, schließlich sei das in jedem System ab und zu der Fall.

Wohin mit den Vertretern?

Nachdem Vemma als Arbeitgeber nun aus dem Rennen ist, stellt sich nun die Frage, was mit den treuen Affiliaten passiert, die jetzt auf dem Trockenen sitzen. Für sie sind einige wenige Vertriebspartner Schuld, die durch ihre unseriöse Arbeitsweise aufgefallen sind.
Dass viele der jungen Menschen während ihrer Tätigkeiten zu Personen mit starkem, ausgeprägten Charakter herangewachsen waren, obwohl sie vorher eigentlich gar nichts vorzuweisen hatten, mag man letztendlich gutheißen, doch das Ende ist dies nicht. Noch während der Amtszeit von Vemma begann der Sprung zu anderen Network-Marketing-Firmen, die allesamt noch eine juristische weiße Weste besitzen und auf Beauty Produkte & Nahrungsergänzungsmittel fokussiert sind. Jeunesse Global ist momentan dort der Renner, eine Firma, die sich seit 2009 auf Anti-Aging-Produkte und Supplements spezialisiert hat. Diese hat auch im Mai diesen Jahres die Marke MonaVie übernommen (dieses Getränk mit 15, 18 oder doch 19 gesunden Früchten, wo eine Flasche knapp 30 Euro kostet).

Vemma 2.0

Die Masche ist dort genau die gleiche wie bei Vemma. Die Rekrutierung neuer Vertriebler, ominöse Produkte, ein stattliches Taschengeld. Die immergleichen Sprüche verhalfen den Gründern Randy Ray und Wendy Lewis zu mittlerweile einer halben Million Vertretern, die Menschen ab 35 zu einem besseren Aussehen & mehr Leistungsfähigkeit verleiten wollen. Vemma lebt also weiter: In einer neuen Firma, aber mit den selben Personen.

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Was wurde eigentlich aus… Vemma Verve?

von Maurice Lesezeit 2 min
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